Der Prozess des Schreibens für Auftraggeber

An diesem Text sitze ich bereits seit einer Stunde und es ist noch kein Satz zu Papier gebracht. Doch, einer. Dieser. Also der vorvorletzte. Davor gab es die ein oder andere Reihe wohlüberlegter Worte, die jedoch nichts in mir zum Klingen brachten, mich nicht berührten und auch sonst nichts in mir auslösten; also habe ich sie wieder gelöscht.

So ergeht es mir oft.

Ich sitze vor meinem leeren, virtuellen Blatt Papier und warte, bis mir das richtige Wort zu dem Gefühl, das ich vermitteln möchte, einfällt. Manchmal steigen in mir Textteile hoch, Phrasen, Metaphern, Absätze, Satzkombinationen und Wortkonstrukte, die vielleicht ganz gut sind, aber nicht das zum Ausdruck bringen, worum es mir geht.

Also drücke ich auf die Delete-Taste und warte erneut.

Schreiben ist ein Prozess

Manchmal ist Schreiben wie ein langer Weg durch die innere Textwüste.

In den seltensten Fällen setze ich mich hin und bringe im ersten Anlauf einen Text zustande, der durch alle Schichten meiner Gefühle dringt und mir eine Gänsehaut schenkt. Es ist wie beim Malen eines Ölbildes: Schicht um Schicht werden die einzelnen Lagen auf die Leinwand aufgetragen, bis am Ende vieler kleiner Handlungen ein Kunstwerk entsteht.

Natürlich gleicht nicht jeder Text, den ich schreibe, einem Kunstwerk. Nicht immer kommt es auf jedes einzelne Wort an, sondern mehr auf eine spontane Inspiration. Die Arbeit für Skyscanner geht mir zum Beispiel leicht von der Hand, da ich:

  • mit dem Thema vertraut bin,
  • den internen Tone of Voice kenne,
  • nicht werbend schreibe.

Doch nicht nur für mich ist das Schreiben ein Prozess, auch für den Auftraggeber. Skyscanner zum Beispiel hat mich vorab intensiv gebrieft, damit ich in der Sprache des Unternehmens schreibe. Jeder Text, den ich abgebe, wird von einer Kollegin gegengelesen – zum einen, um Fehler zu vermeiden, zum anderen, um sicherzugehen, dass ich nicht doch eine Formulierung gewählt habe, die nicht auf das Unternehmen passt.

Meistens braucht es Zeit, meinen Schreibstil den Wünsche des Auftraggebers anzupassen. Vor allem, wenn es noch keine Texte für das Unternehmen gibt oder die bestehenden überarbeitet werden sollen. In solchen Fällen habe ich nichts, woran ich mich orientieren kann, es sei denn, der Auftraggeber hat ein Beispiel für mich.

Ich freue mich, wenn Kunden sich auf diesen Prozess einlassen, denn so kann ein wirklich guter Text entstehen, der im Stil des Unternehmens verfasst ist. Gerade wenn es um eine Start- oder Über-uns-Seite geht, ist dieser Prozess wichtig. In der Regel gebe ich einen ersten Entwurf ab, anhand dessen ich die weitere Gestaltung vornehme. Es kann sein, dass die erste Fassung so gar nicht den Vorstellungen des Auftraggebers entspricht. Dann gilt es herauszufinden, was fehlt oder zu viel ist. Je detaillierter ich vorab weiß, was der Kunde sich wünscht, desto besser kann ich seine Grundideen umsetzen.

Unternehmenserfolg durch die Macht der Worte

Mit “Penis Enlagement” ist wenigstens für Aufmerksamkeit gesorgt.

Zwar gibt es Kunden, die das Texten einfach aus der Hand geben möchten, um mehr Zeit für das aktuelle Tagesgeschäft zu haben; ein mehr als verständlicher Wunsch. Allerdings werden Texte häufig als ein unwichtiges, vielleicht sogar lästiges Beiwerk betrachtet oder allein zur Suchmaschinenoptimierung eingesetzt. Dabei wird allzu schnell vergessen, dass in Worten große Macht liegt. Unsere Sprache beeinflusst unser Denken; wir können durch sie verunsichern, neugierig machen, zur Handlung aufrufen oder abschrecken.

Sinnvolle Gestaltung einer Internetpräsenz

Vier Punkte für eine gelungene Webseite.

Deswegen gehören zum Gesamtpaket der Gestaltung einer Internetpräsenz:

  • das Angebot des Unternehmens,
  • die Grafiken und Bilder,
  • die Nutzerfreundlichkeit
  • und die Texte.

Durch schöne Grafiken und ein darauf abgestimmtes Textkonzept präsentiert das Unternehmen sowohl optisch als auch intellektuell-informativ sein Produkt; eine erste Kontaktaufnahme mit dem Kunden findet statt. Während dieser kann die anfängliche Neugier eines potentiellen Kunden geschürt werden und der Wunsch in ihm, mehr zu erfahren, wächst. Sobald dann, an der richtigen Stelle, ein Handlungsaufruf (Call-to-Action) kommt, wird der Leser dem nachkommen; etwa zum Telefon greifen, eine E-Mail schreiben oder den Kauf-mich-Button drücken.

Großunternehmen haben für diesen Bereich oft eine Marketing- und Werbeabteilung sowie einen Pressebereich, in denen Texte und Bilder so aufbereitet werden, dass die Zielgruppe sich angesprochen fühlt. Die Inhalte werden im Team miteinander besprochen und in der Regel werden alle Texte von einem Kollegen gegengelesen, da ‚Betriebsblindheit‘ eine der Berufskrankheiten der Texter ist.

Es findet ein Prozess statt, um das Unternehmen optimal zu präsentieren.

Leseinhalte sollten als starkes Instrument der Kundengewinnung betrachtet werden und dementsprechend Aufmerksamkeit erhalten. Für Unternehmer, die wenig Zeit für ihre Texte haben, ist es also wichtig, sich einen Texter zu suchen, auf den sie sich verlassen können und der die Beiträge im Sinne des Unternehmens verfasst. Allerdings braucht es eine gewisse Einarbeitungszeit, denn jedes Unternehmen unterscheidet sich in seinem Angebot, der Zielgruppe, dem Sprachstil und den darin arbeitenden Menschen.

Achtung, jetzt wird es spannend:

Mit diesem Lächeln könnte auch Dein Text geschrieben werden. 😉

Wie könnte es anders sein – natürlich bin ich eine solche Texterin. 😉

In dem Wissen, dass Worte machtvoll sind, nutze ich sie gezielt und trete für ein Unternehmen in den sprachlichen Erfolgsprozess. Was das konkret heißt?

Mehr Aufmerksamkeit, mehr Wunschkunden und mehr Geld.

Jetzt ist es an der Zeit für den Call-to-Action-Satz:
Es kann losgehen? Dann ruf mich an! 0176 216 505 08

Ich freu’ mich schon!

Viola

PS: Emails sind mir lieber, da ich telefonisch schwer zu erreichen bin.

 

 

 

2 Gedanken zu „Der Prozess des Schreibens für Auftraggeber

  1. viola Artikelautor

    Liebe Kornelia,
    vielen Dank!
    Ja, es ist ein Prozess, an Deinem Beispiel zeigt sich sogar, dass es auch dann ein Prozess ist, wenn das Thema vertraut und bekannt ist.
    Bein Thema Leidenschaft stimme ich Dir auch zu. Mein Tipp, um Leidenschaft für ein Thema zu entwickeln, ist, sich in die Bedürfnisse des Lesers hineinzuversetzen. Es mag nicht unbedingt das Thema sein, was meine Leidenschaft fesselt, sondern mehr was ich durch einen Text beim Leser/der Leserin auslöse. Womit ich sie durch den Text unterstütze. Wie ich helfen kann. Kurz: Wie verbessert mein Text die Welt? Das erzeugt in mir Leidenschaft.

    Viola

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.